Traditioneller Yang Stil vom Ursprungsort Yongnian

Helmuth Pfeffer mit seinem Lehrer, Großmeister

Yang ZhenHe

5. Generation Yang Stil vom Ursprungsort

Meister

Yang JianChao,

6. Generation Yang Stil vom Ursprungsort

Taiji-China-Reise(bericht) / Kapitel 1 

SCHWARZER DRACHE - WEISSER TIGER

Vorwort und Dank

 

Der schwarze Drache, der Osten, der Sonnenaufgang. Der weiße Tiger, der Westen, der Sonnenuntergang. Meine Reise führte mich nach Osten zum schwarzen Drachen und wieder zurück nach Westen zum weißen Tiger. So habe ich diesen Titel gewählt.

Vieles von dem Erlebten kann ich bis heute noch nicht in Worte fassen. Mein Tagebuch hat mir geholfen, die Fülle zu ertragen.

Oft hat mein Herz die Zeilen geschrieben und ich bin froh, es zugelassen zu haben.   

Ich danke Meister Yang ZhenHe für seinen hervorragenden Unter-richt und die Nachsicht, die er mit mir hatte. Dank an Frau Li für ihr erfrischendes Wesen. Danke an Helmuth und Sabine (oder besser Sabini, wie sie von den Chinesen liebevoll genannt wurde).

Ihr beiden wart wunderbare Reisegefährten, ohne euch hätte ich vieles nicht erleben dürfen.

...

 

H.G. "Harry" S. im November 2005

IM RASANTEN MOLOCH

Samstag und Sonntag, 20. und 21. August 2005

 

Nach einer Nacht bei Sabine und Helmuth in Ingolstadt geht es endlich los. Sind ganz schön aufgeregt. Vor allem Sabine und ich mit unserer Flugangst. Gegen Mittag besuche ich mit Helmuth noch eine Kirche, ich bitte die große Göttin für ein gutes Gelingen der Reise und eine gesunde Heimkehr.

Vom Busbahnhof Ingolstadt fahren wir zum Flughafen München. Öffentliche Gebäude, Bahnhöfe und Flughäfen haben ihren eigenen Geruch. Was für die einen der Duft der großen, weiten Welt ist, verursacht mir Unbehagen.

Der Flug verläuft ohne Zwischenfälle, nur das enge und lange Sitzen nervt. Nach neuneinhalb Stunden landen wir in Beijing (nördliche Hauptstadt). Meister Yang holt uns gemeinsam mit einer Schülerin, namens Li, vom Flughafen ab. Ich komme mir vor wie in einem Ameisenhaufen. Wir müssen Acht geben, dass wir Meister Yang nicht aus den Augen verlieren.

Nach einer halbstündigen Taxifahrt sind wir im Hotel. In Beijing haben die Autos die Fahrräder verdrängt und die kleinen Häuser (Hutongs) mussten Wohnsilos weichen. Die Stadt pulsiert.

Ein rasanter Moloch, der nie zur Ruhe kommt und sein Leben unter einer Dunstglocke verbirgt.

Wir gehen essen. Für mich ungewöhnlich, aber schmackhaft. Nicht mit dem zu vergleichen, was chinesische Restaurants bei uns in Deutschland auf den Tisch bringen. Zurück im Hotel schlafen wir auch gleich ein. Kein Wunder, dank Zeitverschiebung sind wir nun schon zweiundzwanzig Stunden auf den Beinen. 

Eine Stunde später treffen wir uns mit Meister Yang und Frau Li, denn

wir wollen uns heute noch unbedingt die verbotene Stadt ansehen. Und wirklich - sie ist eine Stadt in der Stadt. Wir sind völlig begeistert.

Meister Yang hingegen schlendert nicht durch diese beeindruckenden Bauwerke wie die anderen Besucher, sondern versucht uns viel mehr über die weitläufigen Plätze zu treiben. Wir lassen uns dennoch Zeit und so muss er immer wieder auf uns warten. Er will uns eigentlich noch mehr von Beijing zeigen, aber wir sind mittlerweile zu erschöpft.

Noch eine Kleinigkeit essen und dann zurück ins Hotel. Ich liege noch bei Helmuth und Sabine im Zimmer. Wir schlafen ein, wachen wieder auf, reden ein paar Sätze und dämmern wieder weg. Im Hintergrund läuft der Fernseher. Wir wollen uns schließlich an die Sprache gewöhnen (denn von uns beherrscht nur Helmuth gewisse Grundkenntnisse der chinesischen Sprache).

Gegen dreiundzwanzig Uhr beschließe ich, in mein Zimmer zu gehen. Versuche noch, via Glotze chinesisch zu lernen. Gebe es jedoch bald auf und schlafe ein.        

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