Helmuth Pfeffer

Seit über 25 Jahren in Ingolstadt

 

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E-BOOK: LESEPROBE

Schwarzer Drache & Weißer Tiger

  • Reisetagebuch von H.G. "Harry" Saemann
  • 14-tägige China-Reise nach Wudang & Yongnian 
  • E-Book-Version neu überarbeitet von Helmuth Pfeffer 

Vorwort & Dank:

Der schwarze Drache, der Osten, der Sonnenaufgang. Der weiße Tiger, der Westen, der Sonnenuntergang. Meine Reise führte mich nach Osten zum schwarzen Drachen und wieder zurück nach Westen zum weißen Tiger. So habe ich den Titel gewählt.

 

Vieles von dem Erlebten kann ich bis heute noch nicht in Worte fassen. Mein Tagebuch hat mir geholfen, die Fülle zu ertragen. Oft hat mein Herz die Zeilen geschrieben und ich bin froh, es zugelassen zu haben.

 

Ich danke Meister Yang ZhenHe für seinen hervorragenden Unterricht und die Nachsicht, die er mit mir hatte. Dank an Yang Li für ihr erfrischendes Wesen. Danke auch an Helmuth, du warst ein wunderbarer Reisegefährte; ohne dich hätte ich vieles nicht erleben dürfen.

 

H.G. „Harry“ Saemann
im November 2005  

Bei Kauf als PDF-DATEI (inkl. Bildmaterial) in einer persönlichen DOWNLOAD-VERSION erhältlich 

Einleitung:

In gemeinsamer Absprache mit „Harry“ habe ich die ursprüngliche Fassung seines Reisetagebuchs unserer gemeinsamen Taiji-Studienreise aus dem Jahre 2005 neu überarbeitet und um einige persönliche Zeilen und Erinnerungen ergänzt – und in das vorliegende eBook-Format gegossen. 

 

Ich bin "Harry" aufrichtig dankbar dafür, dass er unsere persönlichen Eindrücke, Erlebnisse und Erinnerungen so offenherzig und authentisch in seinem Reisetagebuch  festgehalten hat. Fünfzehn Jahre später sitze ich anhand der Neu-bearbeitung wieder über diesem wundervollen Büchlein, welches sich mir stets aufs Neue als ein wahres Kleinod unserer Taiji-Reise offenbart. 

 

Helmuth Pfeffer

im April 2020

Auszüge aus dem Kapitel ... 

 

IM RASANTEN MOLOCH

     

Nach einer Nacht bei Helmuth geht es endlich los ...

 

... vom Busbahnhof Ingolstadt fahren wir zum Flughafen München. Öffentliche Gebäude, Bahnhöfe und Flughäfen haben ihren ganz eigenen Geruch. Was für den einen der Duft der großen weiten Welt ist, verursacht mir hingegen doch etwas Unbehagen.

 

Der Flug verläuft ohne Zwischenfälle, nur das enge und lange Sitzen nervt. Nach neuneinhalb Stunden landen wir in Beijing (Peking), nördliche Hauptstadt. Meister Yang holt uns mit seiner Schülerin Yang Li – sie ist nicht verwandt mit ihm – vom Flughafen ab. Ich komme mir vor wie in einem Ameisenhaufen. Wir müssen achtgeben, Meister Yang nicht aus den Augen zu verlieren. Nach einer halbstündigen Taxifahrt sind wir im Hotel. In Beijing haben die Autos die Fahrräder verdrängt, und die kleinen Häuser mussten Wohnsilos weichen. Die Stadt pulsiert. Ein rasanter Moloch, der nie zur Ruhe kommt und sein Leben unter einer Dunstglocke verbirgt. 

 

... wir gehen essen. Für mich ungewöhnlich, aber schmackhaft. Nicht mit dem zu vergleichen, was chinesische Restaurants in Deutschland so auf den Tisch bringen. Zurück im Hotel schlafen wir auch gleich ein. Kein Wunder, schließlich sind wir bereits seit zweiundzwanzig Stunden auf den Beinen ... 

 

Bei Kauf als PDF-DATEI (inkl. Bildmaterial) in einer persönlichen DOWNLOAD-VERSION erhältlich 

 

Auszüge aus dem Kapitel ... 

 

 

JETZT EINEN KAFFEE

 

Wir haben uns mit Meister Yang um sechs Uhr in der Früh zum Unterricht verabredet. Na ja, verabredet stimmt nicht ganz. Er sagte gestern Abend: „Morgen sechs Uhr – Taiji“. Da soll ihm dann einer widersprechen. Helmuth und ich sind kurz vor sechs Uhr aufgestanden, und beide meinen wir, ein Kaffee, das wäre jetzt gut. Bei unserer nächsten Chinareise kommt definitiv ein Glas Nescafé mit ins Gepäck. Langsam bekomme ich ein Gefühl für Meister Yangs Taiji. Er geizt nicht mit Informationen, und mir wird einiges klarer.

 

... wir betreten heute zum ersten Mal den heiligen Bezirk des Wudang Shan. Wir fühlen uns großartig. Überall dort, wo der schmale Weg rechts und links Platz bietet, sind Verkaufsstände mit Räucherwerk für die riesigen Räucherbecken. Es werden allerlei Kleinigkeiten angeboten, die Pilger auf dem Wudang brauchen - oder eben nicht brauchen. ... nach einigem Auf und Ab gelangt unsere kleine Pilgerschar zu einem Tempelbezirk, in dem es eine kleine Teestube gibt, in der Tee und Rollbilder angeboten werden. Wir probieren mehrere Teesorten und kaufen schließlich jeder zwei Sorten Tee und ein Rollbild mit einer Landschaftsmalerei.

 

... der nächste Tempel, den wir besuchen, klebt wie ein Schwalbennest an der Felswand. Und dann fühlen wir uns wie in der Fernsehdokumentation „Der Meister vom Wudang Shan“. Es ist der Tempel aus dem Film. Alles ist noch viel mystischer. Einfach herrlich. In den Wäldern zirpen Tausende von Grillen. Es ist so laut, dass ich die Vermutung äußere, es müssen Lautsprecher in den Bäumen hängen. Nach intensivem Beobachten des Blätterdachs muss ich eingestehen, die Grillen gehören zum Wudang wie die Mönche und Götter ...

 

... nach vier Stunden machen wir uns auf den Rückweg. Wir gehen noch essen und danach beginnt für Helmuth und mich noch ein dreistündiges Training. Welch ein schöner Tag!  

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